350.000€ Seed-Finanzierung für digitales, innovatives Start-Up

Parknotruf - Wachstum / Performance / Finanzierung / NEOMA

350.000€ Seed-Finanzierung für digitales, innovatives Start-Up

Parknotruf schützt den Privatparkplatz oder die Kundenparkplätze seiner Nutzer vor widerrechtlich abgestellten Fahrzeugen. Durch die App übermittelt man den Abschleppdienstleistern den Standort des Falschparkers völlig kostenfrei und diese entfernen ihn unverzüglich. Die Abschleppkosten übernimmt zunächst Parknotruf und berechnet diese dann an den Falschparker weiter. Somit müssen Eigentümer, Mieter oder Pächter des Parkplatzes nicht das Kostenrisiko tragen.

Durch ein breites Netzwerk an Abschleppdiensten bietet Parknotruf seinen Service in vielen deutschen Städten an, u. a. Hamburg, Kiel, Lübeck und Berlin.

Nachdem die Gründer Anfang ein Beteiligungsangebot eines Investors erhalten hatten, wollten sie es von Experten prüfen lassen und zogen dazu Max Köhler-Karstens von der Digital-M&A-Beratung NEOMA zurate. Schnell war jedoch klar, dass es für einen „Exit“ zu früh ist und das Geschäftsmodell erhebliches Wachstumspotenzial bietet.

Kundeninformationen

Unternehmen Parknotruf
Auftraggeber Paul Struck, Nicole Frömming und Lutz Schroeder
Branche Dienstleister für Abschleppdienst-Koordination durch Smartphone-App
Firmensitz Kiel
Auftrag Finanzierung, strategische Beratung und Big Data Analyse
Unternehmensphase Wachstum  Performance  Finanzierung  NEOMA
Projektleiter Max Köhler-Karstens
Projektmitarbeiter Tim Lennart Borchers
Projektstatus laufend
Jahr 2022

 

Die Zusammenarbeit mit der HWB Gruppe:

Anfang 2021 hatten die 3 Gründer Paul Struck, Nicole Frömming und Lutz Schröder ein Beteiligungsangebot eines Investors erhalten und suchten nach einer Einschätzung durch Fachleute im M&A-Bereich. Die NEOMA ist spezialisiert auf die M&A Beratung von Digitalfirmen – so waren sie hier die richtigen Ansprechpartner.

Analyse und Beratung:

Das Alleinstellungsmerkmal von Parknotruf ist die Übernahme des Kostenrisikos nach dem Abschleppen. Die Kunden von Parknotruf müssen nicht für das Abschleppen Vorkasse leisten, was die Akzeptanz in der Zielgruppe erhöht. Anfallende Kosten übernimmt Parknotruf und berechnet sie an den Fahrzeughalter weiter. Dies schafft für die Geschädigten erstmals eine rechtssichere und kostenfreie Möglichkeit, den Anspruch auf den eigenen Parkplatz durchzusetzen. Durch die Masse an Daten, die das Start-Up bisher gesammelt hat, kann ein Zahlungsausfall des Fahrzeughalters präzise vorhergesagt werden; so wird das Risiko von Parknotruf verringert. Durch ein professionelles Mahnwesen ist Parknotruf fähig, einen Großteil der Forderungen einzutreiben.

Durch die Prüfung des Beteiligungsangebots durch Max Köhler-Karstens und Tim Lennart Borchers wurde schnell klar: Das Unternehmen hat noch einen langen Weg vor sich. Daher empfahl das Team, mit dem Verkauf der Firma noch abzuwarten und eher in das Unternehmen zu investieren.

Gesagt, getan: NEOMA führte das Big-Data-Tool „Power BI“ von Microsoft bei Parknotruf ein. Um die gesammelten Daten zu analysieren, beschäftigten sich die Unternehmensberater mit zwei kritischen Fragen:

  1. Wie läuft das Abschleppen ab? Städte, Straßen und Parksituationen wurden analysiert, um Leerfahrten ohne Umsatz zu vermeiden. Auch die Zusammenarbeit mit den Abschleppdiensten stand hier auf dem Prüfstand.
  2. Wie sind die offenen Forderungen gestaffelt und wie effizient händelt Parknotruf die offenen Forderungen? Ein Blick in die Bücher durfte ebenso nicht fehlen.

So wandelte sich die M&A-Einschätzung in eine strategische Wachstumsberatung mit Einflüssen auf die Performance des Unternehmens und den Vertrieb.

Als Ergebnis empfahlen die Hamburger Berater, Parknotruf solle sich auf Großkunden, wie Parkhäuser oder Supermärkte, die häufig mit Falschparkern zu kämpfen haben, fokussieren.


Umsetzung

Als Zwischenergebnis der Beratung im Juli 2022 stand eine Wachstumsfinanzierung von 350.000€ durch die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein. Parknotruf hätte von einer Bank kein Fremdkapital erhalten, da diese bei Investitionen in Start-Ups aufgrund des Risikos zurückhaltend agieren. Das Geld der auf Start-Ups spezialisierten MBG ist eine stille Beteiligung und wird als „Eigenkapitalähnliche Mittel“ verbucht, die nach 10 Jahren zurückgezahlt werden muss. Durch die Nachrangigkeit in der Bilanz wird so die Eigenkapitalquote verbessert.

Die Finanzierung seitens der MBG übernahm Andreas Röpken, ein langjähriger Ansprechpartner der HWB Gruppe und Teil des großen „Know-Who“ – das Netzwerk, auf das die NEOMA als Tochtergesellschaft der HWB Gruppe Zugriff hat.

Mit dem Kapital investieren die Gründer in weiteres Wachstum, erschließen neue Städte und schaffen neue Kooperationen zu Kunden und Partnern. Um im neuen Marktsegment sichtbar zu werden, investieren sie auch in Werbung. Das steigert die Markenbekanntschaft.

Die NEOMA und Parknotruf setzen ihr laufendes Mandat fort und die Hamburger Unternehmensberater unterstützen beim weiteren Unternehmensaufbau.

»Mir wurde es öfters gesagt und es stimmt: Wenn man mit der HWB Gruppe zusammenarbeitet, lernt man sein Unternehmen noch einmal komplett neu kennen.«

Lutz Schroeder