In 69 Tagen zum Unternehmensverkauf

m2solutions - Kauf, Verkauf / Krise / NEOMA

In 69 Tagen zum Unternehmensverkauf

Bei dem Verkauf insolventer Unternehmen ist die Durchführung eines schnellen Verkaufsprozesses besonders relevant. Nach der Anmeldung einer vorläufigen Insolvenz muss in der Regel binnen 3 Monaten ein Investor für das insolvente Unternehmen gefunden werden. In dieser Zeit übernimmt die Agentur für Arbeit mit dem Insolvenzgeld die Gehälter der Angestellten.

Der Anfang des Jahres neu gegründeten NEOMA kam es bei ihrem ersten Insolvenzmandat deshalb zugute, dass sie durch digitale Prozesse in der Lage waren, besonders viele Investoren anzusprechen.

Verkauft wurde der IT-Dienstleister m2solutions, welcher aufgrund der schwachen Auftragslage im Zuge der Corona-Pandemie und des Mangels an Computerchips Insolvenz anmelden musste.

Kundeninformationen

Unternehmen m2solutions EDV-Service GmbH
Branche IT-Dienstleistungen
Firmensitz Neustadt (Holstein)
Auftrag Unternehmensverkauf in Insolvenz ("Distressed M&A")
Unternehmensphase Kauf, Verkauf   Krise  NEOMA
Projektleiter Björn Schäfers, Max Köhler-Karstens
Projektmitarbeiter Lars Kiehne
Projektstatus abgelaufen
Jahr 2022

 

Die Zusammenarbeit mit der HWB Gruppe:

Die Geschäftsführung der m2solutions GmbH hatte Anfang Juli 2022 einen Insolvenzantrag gestellt. Reinhold Schmid-Sperber, Partner von Reimer Rechtsanwälte, wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Daneben gehörten zum Team von Reimer Rechtsanwälte Dr. Christoph Pabst und Dr. Helge Krüger. Im Zuge des Insolvenzverfahrens wurde die NEOMA GmbH, die "Digital-Tochter" der HWB Gruppe, mit dem Verkauf der Gesellschaft beauftragt.

Analyse und Beratung:

Bei insolvenznahen Unternehmensverkäufen steht ein schneller Prozess im Vordergrund. Daher war die Digital-Kompetenz des NEOMA-Teams von besonderem Vorteil. Diese ermöglichte es, schnelle Einblicke in das Geschäft zu bekommen und durch digitalisierte Prozesse effizient alle notwendigen Schritte bis zum Verkauf durchzuführen.

Insgesamt wurden fast 250 potenzielle Käufer angesprochen, 47 davon haben eine Vertraulichkeitserklärung unterzeichnet und es wurden insgesamt 11 Kaufangebote abgegeben. So konnte rechtzeitig eine passende Käuferin gefunden werden, die die Arbeitsplätze und den Standort sichert.

Die Unterschrift des Kaufvertrages erfolgte 69 Tage nach der Mandatierung der NEOMA.


Umsetzung

Aufgrund der großen Anzahl von Interessenten hat sich das Projektteam entschieden, einen zweiphasigen Due Diligence Prozess durchzuführen. Im ersten Schritt konnten sich viele potenzielle Käufer durch die Jahresabschlüsse einen ersten Eindruck vom Geschäft verschaffen. In der zweiten Phase haben dann die Interessenten mit der höchsten Transaktionssicherheit und passendem Angebot Zugriff auf detaillierte Informationen erhalten. Hierdurch wurden insbesondere Detailinformationen über Geschäftsprozesse und Margen geschützt.

Die insolvente m2solutions wurde von der Weiss IT Solutions aufgekauft. Die beiden Unternehmen ergänzen sich nahezu perfekt. Beide Gesellschaften erbringen als Partner von internationalen IT-Service-Providern Dienstleistungen für große Unternehmen. Die Niederlassung der m2solutions in Ostsee-Nähe ergänzt strategisch die geografische Abdeckung der Käuferin aus Bayern. Durch das erweiterte Leistungsportfolio der Weiss IT Solutions profitieren auch die Kunden der m2solutions.

70 Arbeitsplätze wurden so gesichert und die Kollegen arbeiten nun gestärkt in einem über 400 Personen großen Team. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

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»Die Zusammenarbeit mit NEOMA war effizient, konstruktiv und berücksichtigte in besonderem Maße die Anforderungen des Unternehmensverkaufs im Rahmen eines Insolvenzantragsverfahrens. Das Ergebnis war sehr überzeugend.«

Reinhold Schmid-Sperber, Insolvenzverwalter, Partner bei Reimer Rechtsansanwälte