1. Wie erhalte ich Finanzierungsmittel?

Die Bundesregierung und die Bundesländer haben neben den vorangestellten Maßnahmen bereits eine Vielzahl weiterer Hilfsmaßnahmen beschlossen und auf den Weg gebracht. Aktuelle Informationen werden wir auf unserer Homepage veröffentlichen. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf direkte Unterstützung betroffener Unternehmen in Form von Liquiditätshilfen/Sonderkrediten, die durch die Förderinstitute des Bundes (KfW) und der Bundesländer (Investitionsbanken, Bürgschaftsbanken) gewährt werden.

Die nachstehenden Informationen und Hinweise beziehen sich vornehmlich auf Unternehmen in Schleswig-Holstein und Hamburg.

1. Welche Programme sind beantragbar? (Stand: 14.12.2020)

Überbrückungshilfe III

  • alle Unternehmen bis maximal 500 Millionen € Jahresumsatz in Deutschland antragsberechtigt.
  • für Unternehmen, die einen Umsatzeinbruch in zwei zusammenhängenden Monaten von mindestens 50% im Vergleich zu den jeweiligen Vorjahresmonaten zu erleiden hatten

oder

  • Alternativ ist antragsberechtigt, wer einen durchschnittlichen Umsatz- einbruch im gesamten Zeitraum April bis Dezember 2020 von mindestens 30% gegenüber dem Vorjahreszeitraum erlitten hat.

Sonderregelung für November und Dezember 2020

  • Die Regierung will mit der neuen Überbrückungshilfe auch Unternehmen unterstützen, die nicht direkt oder indirekt von den November-/Dezember- Schließungen betroffen sind und daher keinen Anspruch auf die außerordentliche Wirtschafts- hilfe für diese Monate haben.
    Für diese Unternehmen reicht ein Umsatzeinbruch entweder im November oder im Dezember 2020 oder in beiden Monaten von mindestens 40% im Vergleich zu den Vorjahresmonaten November bzw. Dezember 2019, um Anspruch auf Überbrückungshilfe III für November und/oder Dezember zu erhalten.

Beihilferahmen

  • bis 200.000€ 
  • Generell gilt: Je höher der Umsatzausfall, desto höher die Überbrückungshilfe. Wie bislang auch, soll die Überbrückungshilfe III die Fixkosten der Unternehmen decken, die trotz der Umsatzeinbrüche weiter anfallen. Bei besonders hohen Umsatzeinbrüchen (70% und höher) werden 90% der anerkannten Fixkosten ersetzt.

Was ist förderbar?

  • Mieten und Pachten + Fixkosten
  • Der Katalog erstattungsfähiger Kosten wird erweitert um bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen für Hygienemaßnahmen bis zu 20.000€.
  • Marketing- und Werbekosten sind maximal in Höhe der entsprechenden Ausgaben im Jahr 2019 förderfähig.
  • Abschreibungen, Leasingraten und Zinskosten von Wirtschaftsgütern werden bis zu 50% als förderfähige Kosten anerkannt.

Sonderfälle

  • Solo-Selbstständige können alternativ zum Einzelnachweis der Fixkosten künftig eine einmalige Betriebskostenpauschale in Höhe von 25% des Vergleichsumsatzes in Ansatz bringen – die „Neustarthilfe“. So erhalten sie einen einmaligen Betrag von bis zu 5.000€ als Zuschuss.
  • Die branchenspezifische Fixkostenregelung für die Reisebranche wird erweitert. Das Ausbleiben oder die Rückzahlung von Provisionen von Reisebüros bzw. vergleichbaren Margen von Reiseveranstaltern wegen Corona-bedingter Stornierungen und Absagen bleiben förderfähig. Die vorherige Begrenzung auf Pauschalreisen wird aufgehoben. Auch kurzfristige Buchungen werden berücksichtigt. Außerdem sind für die Reisewirtschaft zusätzlich zu der Förderung von Provisionen oder Margen im ersten Halbjahr 2021 auch externe sowie durch eine erhöhte Personalkostenpauschale abgebildete interne Ausfallkosten für den Zeitraum März bis Dezember 2020 förderfähig.
  • Unternehmen der Veranstaltungs- und Kulturbranche können für den Zeitraum März bis Dezember 2020 Ausfallkosten geltend machen. Dabei sind sowohl interne als auch externe Ausfallkosten förderfähig.

weiter Informationen finden Sie unter www.novemberhilfe.de

Außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes "Novemberhilfe" und "Dezemberhilfe":

  • für Unternehmen (auch öffentliche)
  • Betriebe
  • Selbständige
  • Vereine und Einrichtungen

die auf der auf Grundlage des MPK- Beschlusses vom 28. Oktober 2020 erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten (direkt betroffene Unternehmen).

oder

die nachweislich und regelmäßig 80 % ihrer Umsätze mit direkt von den o.g. Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen (indirekt betroffene Unternehmen). Hotels werden als direkt betroffene Unternehmen angesehen.

  • Förderfähige Maßnahmen:

    • Zuschüsse pro Woche der Schließungen in Höhe von 75% des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November oder Dezember 2019.
    • Soloselbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ den durchschnittlichen Monatsumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen.
    • Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der Monatsumsatz im Oktober 2020 oder der monatliche Durchschnittsumsatz seit Gründung gewählt werden.

  • Förderhöchstgrenze / Beihilferahmen

    • Novemberhilfe: Beihilfen bis 1 Mio.€ (gestützt auf Kleinbeihilfenregelung und De-Minimis-VO)
    • Novemberhilfe plus: Beihilfen über 1 Mio.€ nach Notifizierung bei der EU-Kommission (Notifizierung voraussichtlich nach Art. 107 Abs. 2 b AEUV).
    • Überbrückungsgeld und Kurzarbeitergeld werden angerechnet

  • Laufzeit

    • Verlängerung bis Januar 2020

  • Antragstellung

    • In einem zweistufigen Verfahren werden zunächst Abschlagszahlungen in Höhe von bis zu 50% der beantragten Novemberhilfe gewährt, höchstens jedoch bis zu 10.000€ pro Antragsteller.
    • Die Antragstellung erfolgt voll elektronisch über die Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.
    • Soloselbständige können einen Antrag bis zu einer Höhe von 5.000€ selbst über die Plattform stellen. Andere Unternehmen stellen den Antrag über einen prüfenden Dritten, das heißt über den Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt.
    • Die Abschlagszahlung wird einfach und unbürokratisch auf Grundlage des regulären Antrags auf Novemberhilfe gewährt. Ein separater Antrag auf Abschlagszahlung ist nicht notwendig. Wird ein Antrag im Rahmen des Stichprobenverfahrens oder aufgrund konkreter Anhaltspunkte einer vertieften Überprüfung unterzogen, wird die Abschlagszahlung nicht sofort ausgezahlt. In einer zweiten Stufe findet soweit möglich ein automatisierter Abgleich mit Daten der Finanzverwaltung statt.
    • Um Missbrauch vorzubeugen, sind Maßnahmen zur Sicherstellung der Identität des Antragstellers vorgesehen. So ist für die Authentifizierung im Direktantrag insbesondere ein ELSTER-Zertifikat zwingend erforderlich.

Kredite durch die KfW:

  • KfW-Unternehmerkredit (037/047) modifiziert – für Unternehmen, die länger als 5 Jahre am Markt sind. Aktuelle Verbesserung der Konditionen: Für Darlehen und Betriebsmittelfinanzierungen bis 3 Mio. € erfolgt eine Risikoübernahme durch den Bund von 90 % statt bisher 50 %. Die KFW wird keine eigene Risikoprüfung vornehmen, sondern überlässt dies der Hausbank). 

  • KfW-Schnellkredit 2020 (078) 

    • Für Unternehmen zwischen 11 bis 249 Mitarbeitern, die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind. Für Darlehen und Betriebsmittelfinanzierungen bis zu 800 T€ erfolgt eine Risikoübernahme zu 100 Prozent durch den Bund. Es erfolgt keine Risikoprüfung durch die Hausbank. 

    • Abhängig von der Anzahl der Beschäftigten gelten folgende Kredithöchstbeträge:

      • Maximal 300.000€ pro Unternehmensgruppe bis einschließlich 10 Beschäftigte beim antragstellenden Unternehmen.

      • Maximal 500.000€ pro Unternehmensgruppe mit mehr als 10 bis einschließlich 50 Beschäftigten beim antragstellenden Unternehmen

      • Maximal 800.000€ pro Unternehmensgruppe mit mehr als 50 Beschäftigten beim antragstellenden Unternehmen.

      • Pro Unternehmensgruppe erhalten Sie maximal 25 % des Jahresumsatzes 2019.

Der Kredit kann für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) verwendet werden und ist zu 100 % abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Das erhöht Ihre Chance deutlich, eine Kreditzusage zu erhalten.

Kredite durch die Förderinstitute der Länder:

  • Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH):

    • Mittelstandssicherungsfonds – seit 31.03.2020 beantragbar 

      • Beide Tranchen sind rückzahlbare Zuschüsse (Darlehen) für Unternehmen, Gewerbetreibende und Selbstständige der Branchen Gastronomie, Hotellerie und ggf. Tourismus (nur Betriebe im Haupterwerb – kein Nebenerwerb), welche unmittelbar durch staatliche Verordnungen im Zuge der Corona-Krise in eine existenzbedrohliche Wirtschaftslage bzw. in einen Liquiditätsengpass geraten sind. Der Kredit ist in den ersten 2 Jahre tilgungsfrei und in den ersten 5 Jahren zinslos, die Tilgung erfolgt über max. 10 Jahre (die Gesamtlaufzeit beträgt somit max. 12 Jahre). (Details zu den Konditionen und den Anträgen stehen auf der Internetseite der www.ib-sh.de ab dem 31.03.2020 zur Verfügung.)
      • Informationen zum IB.SH Mittelstandssicherungsfonds
         

    •  IB.SH Härtefallfonds Mittelstand – Darlehen T€ 100-750 - seit 13.07.2020 beantragbar
    • Private Unternehmen mit Sitz und/oder Betriebsstätten in Schleswig-Holstein, die durch die Corona-Krise in den Monaten Juli bis Dezember 2020 im Vergleich mit dem zweiten Halbjahr 2019 voraussichtlich einen Umsatzrückgang von mindestens 50 % erwarten
    • Nicht gefördert werden Unternehmen, die in der Fischerei, der Aquakultur oder in der Primärerzeugung landwirtschaftlicher  Erzeugnisse tätig sind. Ebenso werden exportbezogene Tätigkeiten nicht gefördert. Für den gewerblichen Straßengüterverkehr bestehen eingeschränkte Fördermöglichkeiten.
    • Die Förderung ist auf Betriebsstätten in Schleswig-Holstein ausgerichtet, dabei sind rechtlich eigenständige Betriebsstätten / Betreibergesellschaften getrennt voneinander antragsberechtigt (jedoch sind Unternehmensverbünde im Sinne des Beihilferechts zu beachten).
    • Das Darlehen ist in den ersten 2 Jahre tilgungsfrei und in den ersten 5 Jahren zinslos, die Tilgung erfolgt über max. 10 Jahre (die Gesamtlaufzeit beträgt somit max. 12 Jahre).
    • Weitere Informationen zum IB.SH Härtefallfonds Mittelstand

  • IB-Mittelstandskredit – bis T€ 250

 

Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein (MBG):

  • MBG Härtefallfonds Mittelstand (Volumen 15 Mio. €) – seit 13.07.2020 beantragbar

    • Mit dem Beteiligungskapital soll das wirtschaftliche Eigenkapital des Unternehmens gestärkt werden, um auch zukünftig Fremdkapitalfinanzierungen und  damit den Unternehmen Perspektiven zu ermöglichen.
    • Zielgruppe sind alle haupterwerblichen Unternehmen mit Sitz und/oder Betriebsstätte in Schleswig‐Holstein

      • mit einem grundsätzlich intaktem Geschäftsmodell,
      • die vor dem 01.04.2020 gegründet worden sind und
      • die per 31.12. 2019 kein „Unternehmen in Schwierigkeiten“ (UiS) waren.

    • Als sog. „Härtefälle“ gelten insbesondere Unternehmen, die in den Monaten Juli‐Dez 2020 im Vergleich zum Vorjahr aufgrund Corona einen Umsatzeinbruch von mindestens 50% erwarten.

  • In Abhängigkeit von verfügbaren Beihilfebeträgen werden Beteiligungen bis zu T€  750 bei einer Laufzeit von bis zu 10 Jahren für alle bilanzstärkenden Maßnahmen, vor allem zur Stärkung der wirtschaftlichen Eigenkapital‐Ausstattung und zur Liquiditätssicherung gewährt.

  • MBG Sonderbeteiligungsprogramm Schleswig-Holstein (Volumen 15 Mio. €) – seit 29.06.2020 beantragbar

    • Förderfähige Unternehmen sind Start-ups und kleine Mittelständler (gewerbliche Unternehmen bis zu 75 Mio. EUR Gruppenumsatz)
    • die entweder ihren Sitz, ihre Betriebsstätte, ihre Hauptverwaltung, den Schwerpunkt ihrer Geschäftstätigkeit oder
    • mindestens 50% der Vollzeitbeschäftigten in Schleswig-Holstein haben und
    • die am 31. Dezember 2019 kein „Unternehmen in Schwierigkeiten“ im Sinne von Artikel 2 Nr. 18 der Verordnung (EU) Nr. 651/2014 waren, aber danach infolge der Corona-Krise in Schwierigkeiten geraten sind
    • In Abhängigkeit von verfügbaren Beihilfebeträgen werden Beteiligungen bis zu T€  850 bei einer Laufzeit von bis zu 10 Jahren für alle bilanzstärkenden Maßnahmen, vor allem zur Stärkung der wirtschaftlichen Eigenkapital‐Ausstattung und zur Liquiditätssicherung gewährt.
    • Weitere Informationen zum Sonder-Beteiligungsprogramm S-H

Investitions- und Förderbank Hamburg (IFB HH):

  • Hamburg-Kredit Liquidität (HKL) – bis T€ 250 – für KMU
  • IFB Förderkredite Kultur und Sport – bis T€ 150 – für Kultureinrichtungen / Sportvereine
  • Weitere Informationen des IFB HH
  • Bürgschaften durch die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein bzw. die BürgschaftsGemeinschaft Hamburg:

    • beide Förderinstitute haben das maximal zu verbürgende Obligo von Mio. € 1,25 auf Mio. € 2,5 befristet bis zum 31.12.2020 erhöht.
    • Die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein hat im Rahmen Ihres Programms BB Express (vor der Corona- Krise KMU sofort), bei dem die Kreditentscheidung binnen 24 Stunden erfolgt die Verbürgung auf eine Kreditsumme von T€ 300 bei einem Verbürgungsgrad von nunmehr 80% erhöht.
    • Die BürgschaftsGemeinschaft Hamburg hat derzeit ein ähnliches Programm in Vorbereitung.

Zuschüsse (nicht rückzahlbar)

Überbrückungshilfen im Rahmen des Konjunkturprogramms Bundes aus Juni 2020:

Zuschüsse – Phase 1 Beantragung abgelaufen am 30.09.2020

Zuschüsse – Phase 2 Beantragung ab 01.10.2020

Antragsberechtigt sind Unternehmen:

  • die einen Umsatzeinbruch von mindestens 50% in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten hatten.

oder

  • einen Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet haben.

Es erfolgt eine gestaffelte Erstattung:

  • Bei einem Umsatzrückgang von mindestens 70 % gegenüber Vorjahresmonat werden bis zu 90 % der fixen Betriebskosten erstattet.
  • Bei mehr als 50 % können bis zu 60 % der fixen Betriebskosten erstattet werden.
  • Bei mehr als 30 % können bis zu 40 % der fixen Betriebskosten erstattet werden.
  • Die Personalkostenpauschale von 10% der förderfähigen Kosten wird auf 20% erhöht.
  • Der monatliche Förderhöchstbetrag liegt bei 50.000€.

Die Beantragung muss ebenso durch einen Steuerberater, Wirtschafts- oder Buchprüfer über die bundesweit geltende Antragsplattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de erfolgen.

2. Wie kann ich Liquiditätshilfen / Sonderkredite in Anspruch nehmen? Wie ist der Antragsweg?

Um von den Liquiditätshilfen/Sonderkrediten profitieren zu können, muss ein entsprechender Antrag gestellt werden. Der Antragsweg führt nach derzeitigem Stand der Dinge grundsätzlich über die Hausbank.

Je nachdem welches Hilfsprogramm für den Unternehmer/das Unternehmen infrage kommt, bearbeitet die Hausbank den Antrag in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Förderinstituten oder leitet ihn ggfs. auch nur direkt an das für die Bearbeitung und Abwicklung des Antrages vorgesehene/zuständige Förderinstitut weiter. In der Praxis zeigt sich schon heute, dass es bei einigen Kreditinstituten, aufgrund der Vielzahl der Anträge und nicht immer klaren Prozessstrukturen, zu zeitlichen Überlastungen kommen kann.

Aufgrund unserer langjährigen guten Zusammenarbeit mit den Instituten in Schleswig-Holstein und Hamburg werden wir schon heute oft bei der Beantragung mit eingebunden, um nicht wertvolle Zeit zu verlieren. Gern unterstützen wir auch beratend bei der richtigen Auswahl der Programme und Antragswege.

Weitere Fragen zu Details (auch der Förderbedingungen) hinsichtlich der einzelnen Förderprogramme richten Sie bitte an die Berater der HWB-Gruppe.

3. Was ist zur Beantragung durch den Unternehmer zu beachten?

Im Vorwege der Beantragung der Hilfsprogramme müssen durch die Unternehmensgeschäftsführung zunächst einmal alle weiteren durch sie selbst vorzunehmenden Maßnahmen geprüft und eingeleitet werden, die zur Stabilisierung der Liquidität des Unternehmens beitragen können.

Dies betrifft insbesondere:

  • die Prüfung und Beantragung von KUG
  • die Prüfung und Beantragung möglicher Steuererleichterungen
  • sonstige mögliche Maßnahmen wie z.B.:

    • Anpassung des Einkaufsverhaltens und vorrangiger Abbau der Läger
    • Beantragung von Tilgungsaussetzungen für bestehende Kreditverhältnisse für mindestens 6 Monate
    • etc.

4. Zur Beantragung der Liquiditätshilfen über die Hausbank müssen nach unseren ersten Erfahrungen folgende Unterlagen durch das Unternehmen vorgelegt werden.

  • Kurzvorstellung des Unternehmens und des Geschäftsmodells
  • Darlegung und Herleitung des Kapital-/Liquiditätsbedarfs als Folge der Auswirkungen der Corona-Krise
  • Planung 2020 unter den Krisenbedingungen (bei einer Mindestdauer bis August 2020)
  • betriebswirtschaftliche Auswertung samt Summen- und Saldenliste per 31.12.2019 (Ultimo des letzten Geschäftsjahres)
  • letzter Jahresabschluss (mindestens per 31.12.2018 bzw. Ultimo des letzten Geschäftsjahres)

Weitere Unterlagen sind je nach Anforderung durch die Hausbank bzw. die Förderinstitute vorzulegen. Hinsichtlich der Anforderungen der Hausbank erfolgt dies stets durch das beantragende Unternehmen. Abhängig von dem Programm, richten sich einzelne Anforderungen der Förderinstitute auch bzw. nur an die Hausbank.

5. Wie hilft und unterstützt die HWB-Gruppe?

Die HWB-Gruppe steht den Unternehmen u.a. in folgenden Themenfeldern beratend zur Seite:

  1. Unterstützung bei Erstellung der o.a. geforderten Unterlagen
  2. Plausibilisierung der Darlegung und Herleitung des Kapital-/Liquiditätsbedarfs, sowie der Planung 2020 unter Krisenbedingungen
  3. Vorprüfung infrage kommender Programme und Prüfung von weiteren Erfordernissen hinsichtlich der erfolgreichen Beantragung
  4. Hinweis: Letztlich aber entscheidet die Hausbank unter Berücksichtigung des individuellen Bedarfs des beantragenden Unternehmens und seiner Risikoeinschätzung darüber die Auswahl des Hilfsprogramms und die Einbindung der Förderinstitute.
  5. Unterstützung in der Bankenkommunikation ggfs. auch durch direkte Kontaktaufnahme mit den Hausbanken und Förderinstituten.

Sprechen Sie direkt mit den Beratern der HWB Gruppe, damit diese in Absprache mit Ihnen zielgerichtet für Sie tätig werden können.